Warum ältere Menschen oft zu wenig trinken

Im Alter nimmt das natürliche Durstgefühl ab. Viele Seniorinnen und Senioren verspüren schlicht weniger Durst, obwohl der Körper Flüssigkeit benötigt.

Hinzu kommen weitere Gründe: Angst vor häufigen Toilettengängen, Vergesslichkeit, eingeschränkte Beweglichkeit, Schwierigkeiten beim Einschenken oder Tragen von Getränken, Erkrankungen oder Medikamente, aber sehr häufig auch fehlende Routinen.

Besonders an warmen Tagen oder bei Krankheit steigt das Risiko einer Dehydrierung deutlich an. Schon ein leichter Flüssigkeitsmangel kann sich bemerkbar machen.

Typische Symptome sind:

Müdigkeit und Schwäche

Kopfschmerzen

Konzentrationsprobleme

Schwindel

Verstopfung

Trockene Haut und Schleimhäute

Wird dauerhaft zu wenig getrunken, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben: Verwirrtheit und geistiger Abbau, das Gehirn reagiert sehr empfindlich auf Flüssigkeitsmangel. Ältere Menschen wirken dann plötzlich verwirrt, vergesslich oder apathisch. Nicht selten wird dies fälschlicherweise als Demenz interpretiert. Erhöhtes Sturzrisiko, da zu wenig Flüssigkeit den Blutdruck senkt und zu Schwindel führt. Belastung für Nieren und Kreislauf, die Nieren benötigen ausreichend Wasser, um Schadstoffe auszuscheiden. Höheres Risiko für Infektionen z.B. Harnwegsinfekte, aber auch die allgemeine Abwehrkraft des Körpers leidet.

Wie viel sollten ältere Menschen trinken?

Als Faustregel gelten etwa 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag – sofern keine ärztlichen Einschränkungen bestehen. Bei Hitze, Fieber oder körperlicher Aktivität kann der Bedarf deutlich höher sein. Geeignet sind unter anderem: Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte, Brühen oder wasserreiches Obst

Wie kann man zum Trinken motivieren?

Getränke sichtbar bereitstellen

Feste Trinkroutinen schaffen

Getränke schmackhaft machen

Kleine Portionen anbieten

Gemeinsames Trinken

Trinkhilfen nutzen z.B. leichte Becher, Trinkflaschen

Hinweise auf Flüssigkeitsmangel können sein: dunkler Urin, trockener Mund, Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit, eingefallene Augen, Schwindel

Warnzeichen ernst nehmen! Angehörige und Pflegekräfte sollten aufmerksam sein. Routinen und liebevolle Unterstützung machen dabei oft den entscheidenden Unterschied. Bei starken Beschwerden oder Verdacht auf Austrocknung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.